Die Gemeinde Dörverden hat ein Problem: das Schaffen von Wohnraum ist in den letzten Jahren zu einem Stillstand gekommen, brachliegende Grundstücke im Ort werden nicht weiterentwickelt, während außerhalb der Ortschaften Flächen wie im Neubaugebiet Westeresch in Wahnebergen verbraucht werden.

Die SPD-Fraktion möchte mit diesem Kurs Schluss machen.

„Wer weiterhin neue Baugebiete fordert, obwohl mitten in unseren Ortschaften viele Baulücken vorhanden sind und ungenutzt bleiben, handelt schlicht verantwortungslos“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Bernd Meyer. „Das ist aus unserer Sicht Politik von gestern- teuer, ineffizient und vor allem auf Kosten der nächsten Generation.“

 

Die SPD stellt klar:

- Innenentwicklung muss Vorrang haben- ohne Wenn und Aber

- Vorhandene Baulücken müssen endlich abgestimmt aktiviert werden

- die Eigentümerinnen und Eigentümer dieser Grundstücke dürfen sich nicht wegducken, müssen aber auch zwingend beteiligt werden.

 

„Seit Jahren wird geredet, passiert ist jedoch zu wenig. Wir werden dabei nicht mehr länger zuschauen“, so Ratsmitglied Horst Siemokat weiter.

Ziel der SPD ist es, dass die Verwaltung ein Kataster erstellt, in dem die vorhandenen Baulücken erfasst werden. Dieses Kataster soll allen Interessenten eine Möglichkeit geben, sich einen Überblick über Bebauungsmöglichkeiten zu verschaffen.

Gespräche mit den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer sind im Hinblick auf eine mögliche Erschließung durch die Verwaltung zu führen und zu dokumentieren.

Mit der durch den Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeit, mit Hilfe des sogenannten Bauturbos unkomplizierter und schneller eine Baugenehmigung zu bekommen, erhoffen sich die Sozialdemokraten, in der gesamten Gemeinde Dörverden erhöhte Bauaktivitäten zu verwirklichen und so attraktiver für Bauwillige zu werden, gerade unter dem Aspekt der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur, siehe Bahnhof, und einem Ausbau des ÖPNV in allen Ortsteilen der Gemeinde Dörverden.

 

Für die SPD Fraktion ist klar:

Dörverden braucht keine weiteren Ausreden sondern muss handeln.

„Wir wollen für eine Politik stehen, die Probleme anpackt statt sie zu verwalten. Weniger Flächenverbrauch bei der Schaffung von Wohnraum in der gesamten Gemeinde und mehr Verlässlichkeit und Möglichkeiten zur Entwicklung unserer Gemeinde- daran werden wir uns messen lassen“.

 

Zur Entwicklung unserer Gemeinde gehört jedoch ebenfalls der Erhalt der gemeindeeigenen Wohnungen und hier insbesondere der Ausbau und Erhalt der Seniorenwohnungen um der Bevölkerungsentwicklung umfassend Rechnung zu tragen. Unsere Zukunftsfähigkeit als Gemeinde wird entscheidend von der Schaffung bezahlbaren Wohnraums und guten Arbeitsplätzen abhängen.